Unter dem Motto "Gut ist man nicht, nur weil man Tradition hat. Man hat höchstens Tradition, weil man gut ist." führt Dachdeckermeister Holger Gruß seit dem 01.01.2002 die Bedachungsfirma nun in der 4. Meistergeneration der eigenen Familie fort.
WIE ALLES BEGANN
Dachdeckermeister Vinzenz Gruß (auf dem Foto 1917 mit seiner Frau Emma) gründete im Jahre 1921 in Leitmeritz im Sudetenland das "Dachdeckergeschäft Vinzenz Gruß". Dieser Betrieb beschäftigte in der Blütezeit 40 Mitarbeiter, wobei Vinzenz Gruß Innungsobermeister war und das Amt des Meisterprüfungsvorsitzenden für den gesamten Sudetengau innehatte.
Sanierung einer Kapelle mit Biberschwanz-Doppeldeckung im Jahre 1927.
1942 heiratete Dachdeckermeister Otto Gruß seine Frau Martha. Durch die Kriegswirren wurden die Familien Gruß von Haus und Hof vertrieben ...
... und kamen ohne Hab und Gut nach Fulda, wo sie ab Mai 1946 im Schloß Fasanerie eine Bleibe fanden. Vinzenz und Otto Gruß wurden ab Oktober 1946 als Dachdecker in Schloß Fasanerie aufgenommen, um die dortigen Kriegsschäden an den Dächern zu reparieren.
Am 01. April 1959 erfolgte die Wiedereröffnung des Dachdeckergeschäftes Gruß durch Otto Gruß sen. in Eichenzell bei Fulda. Unterstützung bekam er hierbei durch seinen Sohn Otto Gruß jun. sowie einem weiteren Mitarbeiter.
Im Jahre 1962 wurde zunächst das Lagergrundstück erworben und eine Halle darauf errichtet. Der erste "Fuhrpark" wurde angeschafft.
Kuriose, heute nicht mehr denkbare Arbeiten, fanden im Mai 1961 am Eichenzeller Kirchturm statt. In Zusammenarbeit mit einem Hubschrauber der Amerikaner wurde das durch Sturm gelöste Kirchturmkreuz von Otto Gruß sen. sowie 2 seiner Mitarbeiter demontiert, durch ein Seil befestigt und nach unten gehoben. Was da heute wohl die Bau BG sagen würde?
1964 wurde das Nachbargrundstück der Lagerhalle erworben und das heutige Wohn- und Geschäftshaus darauf errichtet. Im gleichen Jahr legte Otto Gruß jun. seine Gesellenprüfung ab und arbeitete weiter im Geschäft mit. 1965 heiratete er seine Frau Sigrid, die seitdem den kaufmännischen Bereich erledigte. Im gleichen Jahr kam der Sohn Christoph und 1969 der Sohn Holger zur Welt. 1970 legte Otto Gruß jun. seine Meisterprüfung ab. Das Foto zeigt den Firmensitz mit Wohnhaus im Jahr 1971.
Am 01. Januar 1981 übernahm Otto Gruß jun. den Betrieb seines Vaters Otto Gruß sen.
Die Söhne Christoph und Holger traten beide in die Fußstapfen ihrer Vorfahren und legten 1990 und 1994 ihre Meisterprüfungen in Mayen ab. Christoph Gruß führt seit April 1992 in Gumperda bei Jena/Thüringen erfolgreich ein eigenständiges Dachdeckerunternehmen mit Zimmerei und Klempnerei.
Das Foto zeigt Holger (links im Bild) und Christoph Gruß 1980 auf dem Schloßturm in Schloß Fasanerie während der Sanierung der Schiefereindeckung. ...und wenn sie auch nur mit Papa dort waren.
Auf dem Foto (von links nach rechts) Holger, Otto und Christoph Gruß im Jahr 1992 während eines Lehrgangs bei der Firma THERMODACH in Poppenreuth.
Nach einem schweren Unfall im Sommer 2001 und langer Rehamaßnahmen mußte sich der bisherige Inhaber Otto Gruß jun. aus dem Geschäftsleben zurückziehen und ist seitdem als wichtiger und wertvoller Berater im "Hintergrund" tätig und gefragt. Am 01. Januar 2002 übernahm sein Sohn Holger die elterliche Firma und führt diese nun in der 4. Meistergeneration unter gleichem Namen fort.
Wir beschäftigen zur Zeit 2 Dachdeckermeister, 10 Gesellen, 3 Auszubildende sowie 1 kaufmännische Angestellte im Bereich Terminverwaltung und Büromanagement. Unser aktuelles Team sehen Sie rechts.
Mit den besten Grüßen...
Ihr Dachdeckermeister Holger Gruß
Die Mitgliedschaft in der Dachdecker-Innung Fulda ist für uns selbstverständlich.